Mitten im Pazifik, in einer Tiefe von etwa 2,4 Kilometern unter der Wassersäule, befand sich ein bizarrer Unterwasserwald aus verschiedenen Korallen und glasigen Schwämmen. Wie lockige Borstenpinsel, Harfen und weiße Röcke mit Rüschen, die auf den Wellen des Unterwasserwaldes entstanden sind, schreibt The Guardian.

Mitten im Pazifischen Ozean ist ein Unterwasserwald entdeckt worden. Quelle:NOAA

Das Wunderland wurde erstmals 2017 in einem versunkenen Vulkan inmitten des Pazifiks entdeckt. Drei Jahre später entdeckten Wissenschaftler die winzige, unglaubliche Kreatur hier, die den wissenschaftlichen Namen Advhena magnifica - die prächtige Außerirdische - erhielt. Er verdankt seinen Namen einer Figur aus einem Steven-Spielberg-Film, dem "Alien-Schwamm".

"Der Alien Sponge ist ein Glasschwamm auf hohem Stiel mit einer Art melonenförmigem Kopf mit zwei Löchern, die an glotzende Augen erinnern. Obwohl Meeresschwämme wie Pflanzen aussehen, sind sie im Grunde einfache Tiere. Diese Kreaturen haben keine Gesichter, Gehirne, Herzen, Muskeln oder andere Körperorgane. Die meisten Meeresschwämme verbringen ihr ganzes Leben auf dem Meeresgrund und filtern winzige schwimmende Nahrungspartikel durch ihren schwammigen Körper.

Bisher sind die Wissenschaftler nur einmal auf Advhena magnifica gestoßen. Quelle:NOAA

Bisher sind Wissenschaftler nur einmal auf Advhena magnifica gestoßen, damals konnte diese bizarre Kreatur Tausende von Kilometern westlich des Marianengrabens sehen. Die Forscher brachten das Exemplar zum Smithsonian's National Museum of Natural History. Hier untersuchte Christiana Castello Branco das Exemplar. Nach Angaben der Wissenschaftlerin erkannte sie sofort, dass sie eine "einzigartige Form" vor sich sah.

Branco untersuchte den "fremden Schwamm" unter dem Mikroskop und entdeckte, dass sein Körper aus einer Reihe von winzigen Strukturen bestand, die sich von allen anderen unterscheiden. Einige ähnelten Schneeflocken, andere waren Gänseblümchen mit herabhängenden Blütenblättern.

Castello Branco untersuchte auch Videoaufnahmen des "seltsamen", wie die Wissenschaftler ihn selbst nannten, Unterwasserwaldes. Die Aufnahmen zeigen, dass alle außerirdischen Schwämme in dieselbe Richtung schauen. Die Wissenschaftler glauben, dass dies auf die Strömungsrichtung zurückzuführen ist - alle Schwämme haben sich umgedreht, um sich von den in der Strömung schwimmenden Partikeln zu ernähren.

Wissenschaftler glauben, dass sich außerirdische Schwämme leicht von normalen Schwämmen unterscheiden. Normalerweise saugen Schwämme Wasser durch winzige Löcher am ganzen Körper auf, filtern Nahrungspartikel heraus und atmen dann Wasser durch kleinere Löcher wieder aus. Gleichzeitig scheinen die fremden Schwämme eine große Oberfläche mit konvexen "Augen" zu haben, was ihnen das Überleben im tiefen Wasser erleichtert.

Obwohl die fremden Schwämme bisher nur an diesen beiden Stellen gefunden wurden, hoffen die Wissenschaftler, dass sie bald auch an anderen Seebergen Vertreter dieser Art finden werden.

Quelle: focus.сom

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