Das Problem der Abkühlung der Erde und der Lösung der Klimakrise stand in den letzten Jahrzehnten ganz oben auf der Tagesordnung, wobei Wissenschaftler und Klimaforscher immer wieder Programme zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aufstellten und nach anderen Möglichkeiten zur Senkung der globalen Temperatur des Planeten suchten.

Wissenschaftler planen, die Erde mit einer Aerosolkuppel zu bedecken. Quelle: Getty Images

Geoingenieure haben nun die dystopische Idee wieder aufgegriffen, den Planeten mit einer Aerosolkuppel zu überziehen, um den Klimawandel zu bekämpfen, und die Idee scheint das Interesse des Weißen Hauses geweckt zu haben. Die Wissenschaftler sind jedoch nicht so optimistisch, schreibt Futurism.

Die Idee, das Klimaproblem der Erde mit Hilfe von Aerosolen zu lösen, ist keineswegs neu - der erste detaillierte Plan für das Versprühen von reflektierenden Partikeln im Meer wurde 1965 dem US-Präsidenten Lyndon Johnson vorgelegt. Damals wurden die Kosten für das Projekt auf etwa 500 Millionen Dollar geschätzt.

Vor fünfzig Jahren jedoch schienen solche Ideen utopisch, der Einsatz solcher Methoden passte eher zum Film "Die Matrix" als zum wirklichen Leben. Heute jedoch befassen sich die Forscher erneut mit der Idee, die auf die Erde fallende Sonneneinstrahlung zu verringern, um die Klimakrise zu überwinden. Und wie es scheint, ist das Weiße Haus auch dieses Mal wieder an dem Projekt interessiert.

Erde unter einer Kuppel. Quelle: pinterest.сom

Es ist bekannt, dass die US-Regierung das Projekt "solar geoengineering" in den nächsten fünf Jahren offiziell koordinieren wird. Dies ist die Zeit, die benötigt wird, um die Aussichten für das Solarreflexionsprogramm zu bewerten. Wir können jedoch schon jetzt sagen, dass die Kosten für den neuen Plan zur Bekämpfung des Klimawandels erheblich gestiegen sind und bereits etwa 10 Milliarden Dollar erreicht haben.

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass der Hauptkandidat für das Einbringen von stratosphärischem Aerosol Schwefeldioxid ist - dieser Stoff hat einen eher unangenehmen Geruch und wird bei Vulkanausbrüchen oder in Kohlekraftwerken ausgestoßen. Die Wissenschaftler suchen jedoch immer noch nach Alternativen, da die Verwendung von Schwefeldioxid zu einer erheblichen Umweltverschmutzung führen würde.

Eine weitere Möglichkeit, die Erde zu kühlen, könnte die Aufhellung von Meereswolken sein: Wissenschaftler schlagen vor, Meersalz in die Wolken einzubringen, was die Reflektivität der Wolken stark erhöhen würde.

Erde unter einer Kuppel. Quelle: pinterest.сom

Doch nicht alle Wissenschaftler unterstützen solche Methoden zur Bekämpfung des Klimawandels. Laut Janos Pasztor, Exekutivdirektor der Carnegie Climate Management Initiative, besteht das Hauptproblem darin, dass eine Aerosolkuppel nicht als Hauptmaßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels angesehen werden kann.

Die Verringerung der Emissionen müsse im Kampf gegen die Klimakrise weiterhin Priorität haben, und das Versprühen von Nanopartikeln könne eine Möglichkeit sein, die Auswirkungen abzumildern.

Eine weitere Sorge der Wissenschaftler sind die Auswirkungen des Versprühens von Stoffen wie Schwefeldioxid - bis jetzt können die Forscher nicht alle Risiken vorhersehen. Sie sind jedoch zuversichtlich, dass saurer Regen und eine Zunahme von Atemwegserkrankungen in einem solchen Szenario kaum zu übersehen wären.

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Quelle: focus.сom

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