Wissenschaftler und Regierungen arbeiten seit Jahrzehnten gemeinsam daran, die globale Erwärmung zu verhindern. Doch laut BBC werden bis 2050 wahrscheinlich 10 % der Gletscher der Welt auf die eine oder andere Weise verschwinden.

Dies geht aus einem neuen Bericht der UNESCO hervor. Wissenschaftler sagen voraus, dass ein Drittel der Gletscher in den UN-Welterbestätten innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte schmelzen wird.

Tektonikarena Schweiz Sardon (Schweiz). Quelle: travelask.сom

Wir sprechen von mehr als 18.000 Gletschern, die sich in einem halben Hundert UN-Welterbestätten befinden. Zusammen machen sie etwa 10 % der vergletscherten Fläche der Erde aus. Auf der "Todesliste" der Gletscher stehen sowohl wichtige touristische Orte als auch Orte, die den Einheimischen heilig sind, wie der letzte Gletscher am Kilimandscharo, Gletscher in den Alpen und im Yosemite-Nationalpark in den USA.

Nach Ansicht der Wissenschaftler ist das Sterben dieser Gletscher unaufhaltsam; sie werden schmelzen, egal was die Menschheit gegen den Klimawandel unternimmt.

Tales Carvalho Rezende, Projektleiterin bei der UNESCO, sagt, die Wissenschaftler würden sich gerne irren, aber die Wissenschaft ist unnachgiebig: Gletscher sind ein wertvoller Indikator für den Klimawandel und ein Beweis für die Erwärmung der Erde. Die Wissenschaftler müssen sich eingestehen, dass der Kampf um diese Gletscher leider verloren ist.

Die Autoren des UNESCO-Berichts weisen darauf hin, dass die Welt noch eine kleine Chance hat, das Abschmelzen dieser einzigartigen Gletscher zu stoppen, aber dazu muss die globale Erwärmung auf 1,5°C begrenzt werden. Einem anderen UN-Bericht zufolge gibt es jedoch derzeit keinen "glaubwürdigen Weg" für die Menschheit, dieses Ziel zu erreichen.

Nahanni-Nationalpark (Kanada). Quelle: pinterest.сom

Die Vorhersagen der Wissenschaftler beruhen auf Modellen, die berechnen, wie sich die Gletscher der Welterbestätten im Laufe der Zeit verändern werden. Laut Beata Chato, Glaziologe an der Universität von Buffalo, ist die Geschwindigkeit, mit der die Gletscher schmelzen, am entmutigendsten, da man in den 1900er Jahren glaubte, dass diese Gletscher ziemlich stabil seien.

Studien zeigen, dass diese Gletscher jedes Jahr mehr als 50 Millionen Tonnen Eis verlieren. Wissenschaftler schätzen, dass der Eisverlust dieser Gletscher etwa 5 % des beobachteten globalen Meeresspiegelanstiegs zwischen 2000 und 2020 ausmacht.

Liste der UN-Welterbestätten mit Gletschern, die bis 2050 verschwinden werden:

  • Hirkan-Wälder (Iran)
  • Durmitor-Nationalpark (Montenegro)
  • Virunga-Nationalpark (Demokratische Republik Kongo)
  • Huanglong, landschaftlich reizvolles und historisches Gebiet (China)
  • Yellowstone-Nationalpark (USA)
  • Mount-Kenia-Nationalpark/Naturwald (Kenia)
  • Mont Perdue Pyrenäen (Frankreich, Spanien)
  • Ruwenzori-Nationalpark (Uganda)
  • Putorana-Hochebene (Russland)
  • Tektonikarena Schweiz Sardon (Schweiz)
  • Nahanni-Nationalpark (Kanada)
  • Lorenza-Nationalpark (Indonesien)
  • Wrangelinsel-Nationalpark-Naturschutzgebiet (Russland)
  • Kilimandscharo-Nationalpark (Tansania)
  • Yosemite-Nationalpark (USA)
  • Dolomiten (Italien)
  • Urwälder der Komi (Russland)

Quelle: focus.сom

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