Norwegische Klimatologen haben vier Jahre lang Klimadaten untersucht, die im östlichen Teil der Barentssee gesammelt wurden. Als Forscher eine winzige Insel entdeckten, die sich 13-mal schneller erwärmt als der globale Durchschnitt, trauten sie ihren Augen nicht.

Laut dem Klimaforscher Ketil Isaksen aus Oslo, Norwegen, übertraf das, was sie fanden, das, was Wissenschaftler zuvor in anderen Regionen gesehen hatten. Die Informationen mussten sogar noch einmal überprüft werden, um die Echtheit der Berechnungen sicherzustellen. Es gab jedoch keinen Fehler, Wissenschaftler sind tatsächlich auf einen Punkt gestoßen, der sich schneller erwärmt als andere Regionen der Erde.

Die Rede ist von einer winzigen Insel im Nordosten von Spitzbergen. Die Insel Charles XII. ist ein nur 2 Kilometer langer zerklüfteter Felsstreifen, der in die Barentssee hineinragt.

Laut Isaksen fanden er und seine Kollegen heraus, dass sich die Insel im Durchschnitt um rekordverdächtige 2,7°C pro Jahrzehnt erwärmt, während der globale Durchschnitt nur 0,2°C pro Jahrzehnt beträgt. Die Forscher gehen davon aus, dass die Temperatur auf der Insel Charles XII bis zum Ende des Jahrhunderts um 12°C steigen wird.

Klimatologen sagen, dass ihre Ergebnisse weitere Beweise dafür liefern, dass die globalen Oberflächentemperaturen bis 2100 um 2,6 bis 4,8°C steigen werden, was unweigerlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 0,5 bis 0,98 Meter führen wird.

Die Forscher sind zuversichtlich, dass ein solcher Klimawandel letztendlich zur Vertreibung von Millionen von Menschen aus Küstengebieten, zunehmender Dürre, extremer Hitze, der Ausbreitung von Krankheiten, einer Nahrungsmittelkrise und anderen katastrophalen Wetterereignissen führen wird.

Laut der amerikanischen Ökologin Amanda Ziegler, die im Rahmen des Nansen Climate Research Project die Nahrungsnetze des arktischen Meeresbodens untersucht, findet die Erwärmung nicht nur an der Meeresoberfläche statt, sondern wird irgendwann auch den Meeresboden betreffen.

Ziegler sagt, dies sei kein gutes Zeichen, da die Erwärmung des Meeresbodens langfristig die Fähigkeit der Unterwasser-Nahrungsnetze beeinträchtigen könnte, Kohlenstoff zu speichern, wodurch dieser aus der Atmosphäre entfernt und die globale Erwärmung mildert.

Die Erwärmung des Arktischen Ozeans wirkt sich erheblich auf den Golfstrom aus. Dadurch wird der Golfstrom noch wärmer und strömt weiter nach Nordosten. Wissenschaftler stellen fest, dass der Arktische Ozean derzeit eine solche „Atlantikation“ durchläuft und Ökosysteme und Wetter weiter so verändern wird, dass das Klima der Region eher einem eisfreien Atlantik ähnelt.

Quelle: focus.com

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