Wenn man Menschen mit Katzen oder Eichhörnchen vergleicht, sehen wir ziemlich "kahl" aus, aber wenn man uns zum Beispiel mit Delphinen vergleicht, sehen wir im Vergleich zu diesen Säugetieren eher wie ein "Kiwi" aus. Es ist jedoch bekannt, dass der Mensch den größten Teil seines Fells verloren hat, aber bis jetzt konnten die Wissenschaftler nicht verstehen, wie und wann dies geschah, schreibt IFL Science.

In einer neuen Studie versuchen Wissenschaftler der Carnegie Mellon University in Pittsburgh herauszufinden, wann und warum der Homo sapiens beschlossen hat, sein Fell abzulegen. Diese Frage beschäftigt die Genetiker schon seit Jahrzehnten. Forscher scheinen die genetische Grundlage unserer körperlichen Kahlheit entdeckt zu haben - die Wissenschaftler haben etwas Erstaunliches entdeckt: Wir haben immer noch alle Gene, die wir brauchen, um uns mit Fell zu bedecken.

Menschen haben immer noch Gene für das Haarwachstum. Quelle: pinterest.сom

Wissenschaftler haben in einer erstmalig durchgeführten Analyse die genetischen Codes von 62 Säugetieren untersucht. Auf diese Weise versuchten die Wissenschaftler, die Genomabschnitte zu identifizieren, die eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der optimalen Flauschigkeit spielen.

Neben den bereits bekannten Genen, die für das Haarwachstum verantwortlich sind, fanden die Wissenschaftler neue. Darüber hinaus fanden die Forscher Hunderte von regulatorischen Elementen, die ebenfalls mit Haaren assoziiert sind und die tatsächlich für die Genexpression verantwortlich sind.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass nicht die DNA-Sequenz selbst den Phänotyp eines Säugetiers beeinflusst, sondern vielmehr die regulatorischen Elemente, die ihre Ausprägung wesentlich beeinflussen. Die Forscher glauben, dass dies eine Erklärung dafür sein könnte, warum wir zum Beispiel einen kompletten Satz von Genen für wolliges Haar haben, aber relativ nackt sind.

Die von den Forschern gefundene Gruppe von Genen und regulatorischen Elementen kodiert absolut jeden Aspekt des Haarwachstums, von der Form des Haarschafts bis zur Art der Entwicklung. Bei der Analyse konnten die Wissenschaftler auch die genomischen Regionen identifizieren, die für ein schnelleres oder langsameres Haarwachstum verantwortlich sind. Die Forscher glauben, dass dies helfen wird, zu erklären, wie und wann einige Säugetiere aufhörten, Fell zu wachsen.

Der erste Homo sapiens hatte Fell. Quelle: pinterest.сom

Die Wissenschaftler verwendeten einen computergestützten Ansatz und fanden heraus, dass Säugetiere, die sich zu haarlosen Tieren entwickelten, Gene teilen, die früher für das Fellwachstum verantwortlich waren. Diese Gene akkumulierten die Mutationen bei den verschiedenen Arten unterschiedlich schnell, aber das Ziel war das gleiche.

Die Forscher glauben, dass wir ohne diese Gene vielleicht in unseren eigenen "Mänteln" herumlaufen und flauschige Delfine bewundern würden. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Ergebnisse ihrer Studie nicht nur eine der kuriosesten wissenschaftlichen Fragen beantworten, sondern es den Wissenschaftlern in Zukunft auch ermöglichen könnten, das Problem der Kahlheit zu lösen, indem sie z. B. Haare an bestimmten Stellen wachsen lassen.

Quelle: focus.сom

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