Ein internationales Wissenschaftlerteam, dem Forscher aus den USA, Japan und China angehören, hat eine neue Theorie vorgeschlagen, die die numerische Asymmetrie der trojanischen Asteroiden des Jupiters an den Lagrange-Punkten L4 und L5 erklären könnte. Diese beiden Asteroidenhaufen bestehen aus mehr als 10.000 Weltraumfelsen, die den Jupiter um die Sonne umkreisen, so Phys.

Zwei Gruppen von Asteroiden wurden als Trojanische Asteroiden bezeichnet, weil viele von ihnen nach den Helden des Trojanischen Krieges benannt sind, der in Homers "Ilias" beschrieben wird. Die Asteroiden am Lagrange-Punkt L4 erhielten die Namen der Griechen, die die Stadt Troja stürmten, während die Asteroiden am Lagrange-Punkt L5 die Namen der Trojaner erhielten.

Seit vielen Jahrzehnten versuchen Astronomen zu verstehen, warum die Gruppe der trojanischen Jupiter-Asteroiden am Punkt L4 viel mehr Gesteinsbrocken enthält als die Gruppe am Punkt L5. Die genaue Ursache dieser numerischen Asymmetrie ist noch nicht geklärt, aber ein internationales Team von Wissenschaftlern hat eine neue Theorie vorgeschlagen.

Jupiters trojanische Asteroidengruppe bei L4 enthält viel mehr Gestein als die Gruppe bei L5. Quelle:NASA

In der derzeitigen Konfiguration des Sonnensystems haben beide Asteroidengruppen die gleichen Eigenschaften und das gleiche "Verhalten" im Weltraum. Daher sind die Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen höchstwahrscheinlich auf frühere Perioden in der Geschichte unseres Sternensystems zurückzuführen sind.

Wenn die Gründe für diese Unterschiede verstanden werden, könnte eine solche Entdeckung nach Ansicht der Wissenschaftler neue Informationen über die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems liefern. Die Forscher haben daher einen Mechanismus vorgestellt, der die beobachtete Asymmetrie zwischen den Gruppen der trojanischen Asteroiden erklären könnte.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die schnelle Bewegung des Jupiters die Konfiguration der Trojaner-Asteroiden verzerrt haben könnte, was zu stabileren Bahnen in Gruppe L4 als in Gruppe L5 führte. Ein solcher Mechanismus, der vorübergehend zu unterschiedlichen Entwicklungspfaden der beiden Asteroidengruppen führte, die sich die Jupiterumlaufbahn teilen, liefert eine neue Erklärung für die Tatsache, dass es in der Gruppe L4 etwa 1,6 Mal so viele Asteroiden gibt wie in der Gruppe L5.

Zwei Gruppen von Asteroiden werden als Trojanische Asteroiden bezeichnet. Quelle: wikipedia

Wissenschaftler haben ein Modell des frühen Sonnensystems erstellt, bei dem die Bahnen der Planeten nicht so stabil waren, was dazu führte, dass sich Jupiter schnell viel weiter von der Sonne entfernte. Dies hat die Stabilität der Bahnen der Asteroiden dort beeinflusst. Die Wissenschaftler schließen auch den Einfluss anderer Planeten nicht aus, aber das wird Gegenstand künftiger Forschungen sein.

Quelle: focus.сom

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