Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat eine neue Computersimulation des frühen Universums erstellt und ist zu einem unerwarteten Ergebnis gekommen. Die allerersten Sterne im Weltraum könnten 100.000 Mal größer als die Sonne gewesen sein, schreibt ScienceAlert.

Bisher haben die Wissenschaftler nur Theorien darüber, wie die ersten Sterne entstanden sind. Bisher konnte noch kein Teleskop ihren Entstehungsprozess und ihr genaues Aussehen erkennen. Bestehende Theorien gehen davon aus, dass die ersten Sterne etwa einige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall, dem Moment der Entstehung des Universums, entstanden sind.

Eine neue Studie deutet jedoch darauf hin, dass komplexe physikalische Prozesse in der Frühgeschichte des Kosmos zum Auftreten supermassereicher Sterne beigetragen haben könnten, die jeweils 100.000 Mal größer als unsere Sonne sind.

Neue Computersimulation des frühen Universums. Quelle:ScienceAlert

Um herauszufinden, wie die ersten Sterne ausgesehen haben könnten, erstellen Wissenschaftler Computermodelle des frühen Universums, die auch die Entwicklungsstadien dieser Sterne zeigen können. Seit Jahren versuchen die Wissenschaftler zu verstehen, wie groß die ersten Sterne waren. Einigen Theorien zufolge waren sie Hunderte Male größer als die Sonne, anderen zufolge waren diese Sterne viel kleiner.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat eine neue Computersimulation des frühen Universums erstellt und ist zu einem unerwarteten Ergebnis gekommen. Im Rahmen der Studie haben die Wissenschaftler speziell ein Phänomen namens kalte Akkretion (Ansammlung von Materie) in das Modell aufgenommen.

Nach Ansicht der Wissenschaftler muss sich eine große Menge an Materie sehr schnell in einem kleinen Bereich des Weltraums ansammeln, damit große Sterne entstehen können. Eine solche Anhäufung von Materie muss erfolgen, ohne die Temperatur der Materie selbst zu erhöhen, da dies verhindern würde, dass sie zu einem Stern schrumpft. Mit anderen Worten: Es muss ein Weg gefunden werden, um die Wärme bei einer so schnellen Kontraktion der Materie abzuführen.

Frühere Forschungen haben gezeigt, dass es im frühen Universum dichte Flecken von Materie in frühen Galaxien gab, die durch die ausgehende Strahlung schnell abkühlten. In der neuen Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie sich diese kalten, dichten Regionen, die sich ursprünglich im frühen Universum bildeten, verhalten haben könnten.

Simulationen haben gezeigt, dass große Ströme kalter, dichter Materie mit einer Akkretionsscheibe im Zentrum von Riesenklumpen kollidieren können. Quelle:NASA

Die Simulationen zeigten, dass große Ströme kalter, dichter Materie mit einer Akkretionsscheibe im Zentrum der riesigen Materieklumpen zusammenstoßen könnten. Dabei entsteht eine Schockwelle, die das Gas destabilisiert und dazu führt, dass große Teile der Materie sofort komprimiert werden. Wissenschaftler sagen, dass supermassive Sterne, die 10 000 Mal größer als die Sonne und oft sogar 100 000 Mal größer als unser eigener Stern sind, auf diese Weise entstanden sein könnten.

Bislang ist dies jedoch nur eine Theorie, die noch bestätigt werden muss. Wissenschaftler wollen mit dem Webb-Weltraumteleskop herausfinden, wie die ersten Sterne und Galaxien im Universum entstanden sind. Und diese Beobachtungen könnten die Theorie der Wissenschaftler bestätigen, dass die ersten Sterne unvorstellbare Giganten waren.

Im Vergleich dazu ist einer der größten bekannten Sterne, der UY-Schild, der etwa 9 500 Lichtjahre entfernt ist, "nur" 1700 Mal größer als die Sonne.

Quelle: focus.сom

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