Im vergangenen Jahr waren in Deutschland laut Daten des Statistischen Bundesamts etwa 13 Millionen Menschen von Armut bedroht. Der Schwellenwert für Armut liegt bei rund 1251 Euro netto im Monat. Das bedeutet, dass zahlreiche deutsche Rentner, einschließlich Ruth Doster, unter diese Schwelle fallen. Doch Ruth wollte keine arme Rentnerin sein und traf eine große Entscheidung.

Nach 29 Jahren Arbeit als Sekretärin und Postbotin erhält sie nur eine Rente von 623,79 Euro pro Monat. Es ist mittlerweile kaum möglich, damit in Deutschland zu leben, besonders nachdem die Preise in den letzten Monaten stark gestiegen sind. Daher hat Ruth beschlossen, nach Teneriffa auszuwandern, wie von RTL berichtet. Auf der Kanareninsel lebt sie nun, als wäre sie jeden Tag im Urlaub.

Rentnerin Ruth. Quelle: merkur.de

Sie wohnt in einer 40 Quadratmeter großen Wohnung mit einem Pool, den sie sich mit vier weiteren Mietern in einer großen Villa teilt. Die Warmmiete beträgt 400 Euro. Die gestiegenen Heizkosten bereiten ihr keine Sorgen. "Ich habe zwar eine Heizung, aber ich habe sie noch nie gebraucht", erzählt sie. Auf der spanischen Ferieninsel wird es selbst im Winter meist nicht kälter als 15 Grad.

Ihre Freunde in Deutschland haben Ruth gewarnt. Sie sei "dumm, die soziale Sicherheit" in Deutschland zu verlassen. Doch sie ist glücklich mit ihrer Entscheidung. Die Rentnerin betont jedoch, dass dieser Schritt gut überlegt sein muss. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass man ein finanzielles Polster benötigt, möglicherweise eine neue Sprache lernen und vor Ort vielleicht auch einen Job suchen muss. Aber all das hat Ruth nicht aufgehalten. Die Vorteile von Teneriffa überwiegen für sie.

Ein Beispiel sind die Preise im Supermarkt. Für ihren Wocheneinkauf zahlt die Rentnerin dort deutlich weniger als in Deutschland. RTL begleitet sie zu einem örtlichen Discounter. Für ein bisschen Obst, Gemüse und Brot bezahlt sie nur 12,54 Euro. In Deutschland wären das ungefähr 18 Euro. Ein weiterer Vorteil des Lebens als Auswanderer: Wer eine spanische Krankenversicherung hat, muss für Medikamente nur einen Bruchteil des Originalpreises bezahlen. "Die Spanier tun etwas für ihre Rentner, und das finde ich gut", erzählt Ruth beeindruckt.

Rentnerin Ruth.<!--EndFragment--> Quelle: merkur.de

Auch das Sozialleben kommt nicht zu kurz. Dank der niedrigeren Preise kann sich die Rentnerin auch öfter einen Restaurant- oder Kneipenbesuch leisten. Für ein Essen inklusive Bier zahlt sie nur 5,85 Euro - ein Preis, der in Deutschland kaum vorstellbar ist. Für Ruth war ein Neuanfang auf der Insel ein Glücksfall. "Wenn ich in Deutschland geblieben wäre, wäre ich eine arme Rentnerin geworden", sagt sie. "Ich hätte Flaschen sammeln müssen. Es fühlt sich an wie ein Sechser im Lotto. Ich möchte nie mehr von hier weg."

Quelle: merkur.de

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