Ein buddhistischer Mönch aus Shanghai widmete den größten Teil seines Lebens der Hilfe für streunende Tiere. Jetzt gibt es unter der Obhut von Zhixiang fünftausend Hunde sowie unzählige Katzen, Hühner, Pfauen und andere Tiere auf der Straße.

Das Problem mit streunenden Tieren in China ist sehr akut: Allein 2019 lebten rund 50 Millionen Hunde auf der Straße. Bei Katzen ist die Situation nicht besser und vielleicht noch schlimmer: Niemand hat auch nur versucht, sie zu zählen. Gleichzeitig nimmt die Zahl streunender Tiere exponentiell zu, da die meisten Tiere auf den Straßen nicht kastriert sind.

Zhixiang, 53, sagt, dass viele der Tiere draußen bleiben, weil ihre Besitzer einfach nicht zurechtkommen. Der Mönch stellt fest, dass es natürlich auch Menschen gibt, die auf ihren Straßen streunende Tiere füttern.

Der Tempel wurde ein Zuhause für viele Tiere. Quelle: travelask

Der Weg in die Hölle ist jedoch laut Zhixiang mit guten Absichten gepflastert: Diese Leute denken überhaupt nicht, dass Katzen und Hunde nicht sterilisiert werden. Und das bedeutet, dass ihre Straße schon bald noch mehr streunende Tiere haben wird.

Der Mönch mit dem Hund. Quelle: ridus

Zhixiang ist der Hauptmönch des Bao'en-Tempels in Shanghai, aber er verbringt die meiste Zeit damit, sich um Tiere und Vögel zu kümmern. Nicht alle Besucher des Tempels mögen Zhixiangs Besetzung; viele kritisieren ihn anscheinend, weil sie glauben, dass ein Mönch den ganzen Tag im Tempel zum Gebet verbringen sollte. Aber Zhixiang hat ein gutes Herz und kommt nicht an dem Tier vorbei, das auf der Straße liegt. So lebt er fast drei Jahrzehnte und stellt sich kein anderes Leben mehr vor.

Alles begann 1994, als der Mönch eine Katze sah, die auf der Straße angefahren wurde. Sie konnte nicht laufen, aber sie lebte, und der Mann brachte sie zum Tierarzt. So rettete er die Katze. Seitdem verließ er den Tempel nie mehr ohne eine Tasche: Wenn er einem streunenden Tier begegnete, nahm er es mit. Zuerst hob er nur Katzen auf, aber dann begann er sich um Hunde und andere Tiere zu kümmern. Viele hatten Verletzungen oder Krankheiten, manche waren erschöpft.

Zunächst wandte sich Zhixiang an Tierärzte, doch da die Ausgaben für Ärzte mit der Zahl der geretteten Tiere immer größer wurden, erlernte er einfache medizinische Manipulationen und begann bei Bedarf selbst Injektionen zu verabreichen.

Bis 2017 nahm er nicht einmal finanzielle Hilfen an und bat nur um Nahrungsspenden: Die Tiere lebten im Tempel, während der Mönch nach Besitzern für sie suchte. Doch 2017 gab es so viele Hunde, dass er für sie ein größeres Haus suchen sollte: So entstand ein Tierheim im Shanghaier Stadtteil Pudong.

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Jetzt arbeiten dort sieben Menschen, 5000 Hunde leben dort. Alle werden früher oder später ein Zuhause finden. Die Geschichte von Zhixiang und seine Taten sind in vielen Ländern bekannt, daher nehmen Ausländer oft Haustiere mit. Und ihr Schicksal entwickelt sich viel besser, als wenn sie auf der Straße blieben.

Quelle: travelask

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