Der tiefste Brunnen des Planeten, den Menschen gegraben haben, erreicht eine Tiefe von fast vierhundert Metern. Über zwei Jahre lang arbeiteten Handwerker rund um die Uhr auf der Suche nach Wasser. Und leider endete diese Geschichte mit einem völligen Misserfolg: Sie kamen ans Wasser, aber es wurde fast nicht gebraucht.

Früher war ein Brunnen fast die einzige Möglichkeit, Wasser zu gewinnen, aber dafür musste man lange graben. Und es ist gut, wenn nur wenige Meter Erde gegraben werden müssten und nicht Dutzende oder Hunderte Meter, wie es bei einem Brunnen in der englischen Stadt Brighton and Hove der Fall war.

In einem der Stadtteile in Woodingdeen war in den 1850er Jahren der Bau einer Schule und eines Arbeitshauses geplant, aber dann gab es ein akutes Wasserproblem: Es war zu schwierig, diese Gegend mit Wasser zu versorgen. Daher beschlossen die örtlichen Behörden auf alte und bewährte Methoden zurückzugreifen: einen Brunnen zu graben, um das Gebiet mit Wasser zu versorgen.

Die Münze, die zum Ehren von Ende der Ausgrabungen des Brunnens gemacht wurde. Quelle: travelask

Alles war bis ins kleinste Detail durchdacht: der Brunner sollte etwa 120 Meter tief gewesen sein. Als die Arbeiter diese Tiefe erreichten, gab es dort leider kein Wasser.

Und hier wirkte die britische Hartnäckigkeit: Sie beschlossen, die Arbeit nicht einzustellen, sondern die Suche nach Wasser fortzusetzen. Der Auftragnehmer entschied, dass die Arbeiter die Quelle einfach übersehen hatten und schlug daher vor, nach links zu graben. Aber nach zehn Metern ist das Ergebnis wieder das gleiche – es gab kein Wasser.

Die Bauunternehmer verzweifelten nicht und entschieden, dass die Quelle auf der rechten Seite war, aber leider brachte es wieder kein Ergebnis. Und danach begann die mühsame Arbeit, die mehr als vier Jahre dauerte, bis die Quelle gefunden wurde.

Abbildung des Brunnens. Quelle: travelask

Die Arbeiter gruben rund um die Uhr und die Arbeitsbedingungen waren erschreckend. Sie stiegen wacklige Treppen hinunter und gruben weiter. Wie bei allen Brunnen war der Platz im Inneren sehr begrenzt und der Durchmesser überstieg nicht einmal 150 Zentimeter.

Die Erde wurde in Eimer gefüllt und dann hochgehoben. Im Gegenzug wurden von oben Ziegel herabgelassen, mit denen die Wände verlegt wurden. Unten war es so heiß, dass Arbeiter ohne Kleidung arbeiten mussten. Man musste später die Rohre einer Dampfmaschine in den Brunner stecken, die Luft lieferte, weil es im Erdinneren nicht genug Luft gab.

Je tiefer der Brunnen wurde, desto mehr stieg der Aushubpreis. Schließlich wurde in einer Tiefe von 390 Metern, dreimal mehr als erwartet, Wasser gefunden. Die Quelle lag 260 Meter tiefer als der Meeresspiegel.

Als das Wasser erschien, mussten die Arbeiter sehr schnell die Treppe hinaufsteigen, um nicht zu ertrinken. Erst nach 45 Minuten setzten sie ihren Fuß auf festen Boden: Stellen Sie sich vor, sie stiegen fast eine Stunde lang auf instabilen, etwa 400 Meter langen Treppen.

Der Brunnen. Quelle: travelask

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Diese Quelle funktionierte nur vier Jahren: ungefähr so ​​​​lange wie sie gebaut wurde. Danach wurde sie geschlossen und mit einer Mauer eingezäunt, damit niemand herunterfällt.

Die Schule ist schon auch geschlossen. Heute ist diese Wasserquelle der tiefste handgemachte Brunnen und erreicht die Höhe des Empire State Buildings.

Quelle: travelask

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