Ben und Sarah Polner sind erfahrene Landwirte. Auf ihrem Stück Land in Australien bauen sie das ganze Jahr über Gemüse und Kräuter an. Sie sind für einen nachhaltigen Ansatz, also haben sie anstelle von Herbiziden und Pestiziden eine Herde entzückender lockiger Schafe. Schafe kauen gerne auf dem Unkraut. Danach düngen sie den Boden - und man kann wieder pflanzen.

Es gibt 10 Mutterschafe und 16 Lämmer in der Herde, so dass Sarah sich oft um neugeborene Tiere kümmert. Frau Polner arbeitet als Hebamme in einem örtlichen Krankenhaus.

Sie brauchte ihre Arbeitserfahrung, als ein so kleines Lamm auf der Farm geboren wurde, dass Sarah es nicht einmal sofort bemerkte.

Auch die Mutter hat das Baby nicht bemerkt. Sie ist einfach gegangen; ein gesundes Lamm humpelte auf seinen noch ungezogenen Beinen hinter ihr her. Und der Jüngste konnte das nicht machen.

Sarah saß eine Weile nur benommen da: Ein neugeborenes Lamm wiegt normalerweise drei bis fünf Kilogramm; dieser war eindeutig nicht schwerer als ein Kilogramm und so groß wie eine Dose Coca-Cola. Die Bäuerin wusste, dass die Chancen, ihm zu helfen, gering waren – aber sie konnte nicht anders, als es zu versuchen.

Und Sarah begann zu handeln. Sie wusste, dass die erste Nacht für Neugeborene die schwierigste war. Sie schöpfte aus all ihrer geburtshilflichen Erfahrung. Sie nahm das Baby mit ins Haus, um es warm zu halten, und wickelte es in eine Decke. Sie fütterte es alle paar Stunden mit Milch aus einer Spritze. Sie haben es geschafft. Das Tier hat diese schwierige Nacht überlebt - und viele, viele andere Nächte, und jetzt ist es außer Gefahr.

Das Lamm wurde Wally genannt. Sarah, ihr Mann und ihre drei Töchter organisierten rund um die Uhr eine Mahnwache mit dem Baby. Den ganzen ersten Monat ließen sie es keine Minute allein, fütterten es stundenweise, nahmen es mit aufs Sofa.

Wally wurde erwachsen, nahm zu. Er wurde so etwas wie eine Katze oder ein Hund - aber kein Lamm: Er lag mit den Leuten auf der Couch, aß von seinen Händen, ging in der Nähe des Hauses spazieren.

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Leider sind nicht alle seine Probleme vorbei - vor kurzem wurde bei Wally eine Augenkrankheit diagnostiziert, aufgrund derer er sein Augenlicht vollständig verlor. Aber die Besitzer gaben nicht auf. Das Tier wartet auf eine Operation, die ihm helfen soll. Aber auch diese Schwierigkeiten machten Wally nicht unglücklich. Wally genießt das Leben und lässt anderen lachen.

Quelle: goodhouse

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