Jedes Jahr versuchen die Jugendlichen von Wisconsin den wohl einzigartigsten Job des springen Postboten zu bekommen. Jeden Tag muss der Postboten etwa fünfzig gute Sprünge vom Boot zum Pier und zurück machen. Und um ehrlich zu sein, sie enden nicht immer gut.

Der Beruf des springenden Postboten ist mehr als hundert Jahre alt und einer der ungewöhnlichsten Berufe in den USA. In der Regel werden für diese Arbeit junge Leute gewählt, die für den Sommer ein zusätzliches Einkommen suchen. Entweder 1921 oder 2021 muss man agil, schnell und stark sein.

Der springende Postbote. Quelle: travelask

Springende Postboten bringen den Bewohnern des Jeniva-Sees Post zu, nur nicht mit dem Auto, sondern mit dem Boot. Das Postschiff fährt an etwa sechzig Kais vorbei, die zu Privathäusern führen. Am Pier ist ein Briefkasten installiert: Dies ist das Hauptziel des Springers.

Der Postbote muss zum Pier springen, zum Briefkasten rennen, die Post hinterlassen und dann schnell zum Boot zurückkehren, das ohne Halt fährt, und darauf springen. Jede Kiste befindet sich etwa 10 Meter vom Rand des Docks entfernt und das Schiff bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 8 Kilometer pro Stunde. Die Mathematik hier ist sehr einfach: Wenn Sie langsam laufen, können Sie ins Wasser fallen. Übrigens, laut Statistik springt jeder der Postboten etwa 6-7 Mal pro Saison am Boot vorbei.

Überraschenderweise zieht diese Arbeit eine Menge Zuschauer an: Jeden Tag kommen Dutzende Touristen auf das Schiff, um der Postzustellung zuzusehen. Das ist so etwas wie eine lokale Attraktion: man hat sogar das Boot für das Publikum gewechselt, es gab einmal ein viel kleineres Schiff.

Einige Bewohner von Jeniva trainierten sogar Hunde, um das Schiff zu treffen: Dann rennt der Springer auf den Hund zu, reicht ihm die Zeitung und rennt dann zurück. Solche Momente werden vom Publikum besonders geliebt und sorgen manchmal für eine echte Sensation. Natürlich endet die Unterhaltung nicht mit Sprüngen: Weiter am See entlang gibt es einen Ausflug, der von den Postboten selbst geleitet wird.

Postboten stellen nicht nur Post, sondern auch Pakete zu. Und manchmal sind sie die Pakete beeindruckend groß. In solchen Fällen kündigt das Boot mit einem Pfeifen seine Ankunft an und der Hausbesitzer trifft den Postboten persönlich.

Doch es ist nicht einfach, diesen Job zu bekommen. Die Post führt zu Saisonbeginn ein Casting durch, auf 6 Stellen bewerben sich durchschnittlich 10 Bewerber. Für junge Leute ist es ein cooler Sommerjob: Die springende Postbotensaison läuft von Mai bis September. Jeder, der die Auswahl bestehen und sein Sprungvermögen visuell unter Beweis stellen möchte, muss vom Boot zum Pier springen, die Box erreichen und den ganzen Weg zurück schaffen.

Warum lebt dieser Beruf noch? Für die Bewohner von Jeniva-Sees gehört dies zur Geschichte. Der Beruf des springenden Postboten geht auf das Jahr 1915 zurück, als die Straßen zum See so schlecht waren, dass man sie nicht befahren konnte.

Damals entstand die Idee, die Post per Schiff zuzustellen. Dies ist also nicht nur ein Sommerjob, sondern auch eine Möglichkeit, lokale Traditionen zu bewahren. Und die Postboten selbst wissen diese Möglichkeit zu schätzen: Manche kommen zur Post, weil die Post einmal von ihren Eltern oder Großeltern zugestellt wurde.

Quelle: travelask

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