Weltbekannt wurde der weibliche Berggorilla namens Ndakasi durch eine Reihe von Selfies mit dem Ranger des Virunga Nationalparks im Kongo - Mathieu Shamavu, auf den sich der Affe sehr menschlich für die Kamera posierte.

Kleine Ndakasi. Quelle: metro.co.uk

Mathieu und Ndakasi haben sich 2007 kennengelernt. Damals trennte der Ranger zusammen mit einem anderen Parkangestellten, Andre Baum, den zwei Monate alten Gorilla vom leblosen Körper seiner Mutter, die zusammen mit anderen Mitgliedern ihrer Familie von den "Fleischjägern" getötet worden war, und brachte das Tier ins Wildlife Rescue Center im Virunga Nationalpark.

Ndakasi. Quelle: metro.co.uk

Dort wurde Ndakasi mit einem anderen Waisenkind untergebracht - Ndeze, das ebenfalls seine Verwandten verlor. Die Jungen waren zu klein und zu schwach, um ohne Erwachsene in der Wildnis zu leben. Aber im Zentrum versuchte man, ihnen ein komfortables, wohlgenährtes Leben so nah wie möglich an der natürlichen Umgebung zu ermöglichen.

Ndakasi und ihr Retter Andre. Quelle: metro.co.uk

Die Rangers haben ihre Mündel nicht vergessen. Sie sahen sich fast täglich und die Gorillas, die vor ihren Augen aufwuchsen, nahmen sie als Teil ihres Rudels wahr. Nachdem sie ihre Familie verloren hatte, brauchte Ndakasi dringend den Schutz und die Fürsorge von Erwachsenen.

Ndakasi wurde immer mehr an die Retter gebunden, die dem Tier die verlorene Familie ersetzten. Und sogar um zu sterben, kam der 14-jährige Gorilla zu Andre. Das Tier war lange Zeit krank. Mitte September verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Ndakasi dramatisch, letzte Woche tat das Tier seinen letzten Atemzug – in den liebevollen Armen des Retters und langjährigen Freundes Andre Baum.

Ndakasi und ihr Retter Andre. Quelle: goodhouse

Auf einem berührenden Foto, das der Virunga-Nationalpark geteilt hat, sitzt der Ranger mit dem Rücken zur Wand auf dem Boden und Ndakasi liegt mit dem Kopf auf ihm. Die Arme des Mannes umarmen den Affen wie vor 14 Jahren, als er ihn ganz klein unter den toten Mitgliedern der Herde fand.

Laut Andre war es für ihn ein Privileg, sich all die Jahre um das wundervolle Geschöpf zu kümmern, besonders in dem Wissen, welches emotionale Trauma Ndakasi als Kind durchmachte.

„Dank Ndakasis sanfter Natur und herausragender Intelligenz konnte ich die Verbindung zwischen Menschen und Menschenaffen spüren und verstehen, warum wir alles in unserer Macht Stehende tun müssen, um sie zu schützen“, sagt der Ranger. „Ich bin stolz, dass Ndakasi mein Freund war. Ich liebte sie wie mein eigenes Kind. Sie war lustig und hat mich immer zum Lächeln gebracht“.

Quelle: goodhouse

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