Am 28. April vor 70 Jahren segelte der norwegische Wissenschaftler Thor Heyerdahl auf einem selbstgefertigten Floß von Südamerika nach Polynesien über den Pazifischen Ozean.

Floß. Quelle: prikolno.cc

 Die Reise des Norwegers Thor Heyerdahl über den Pazifischen Ozean gilt heute als klassisches Ereignis der Planetenforschung und der Menschheitsgeschichte.

Die Reise brachte jedoch nicht nur viele Entdeckungen und zwang die offizielle Wissenschaft, ihre Sichtweise auf eine Reihe von Dingen zu überdenken, sie wurde sogar zur ersten Reality-Show, gefolgt von der ganzen Welt für 101 Tage.

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 Alles begann, als Thor Heyerdahl eine kühne Hypothese aufstellte. Seiner Meinung nach wurden die Inseln Polynesiens von Einwanderern aus Amerika bewohnt und nicht aus Asien, wie die offizielle Wissenschaft glaubte. 

Die wissenschaftliche Gemeinschaft verspottete ihren norwegischen Kollegen.

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 Besonders leidenschaftliche Skeptiker entschieden sich, Heyerdahl in die Schranken zu fördern. „Baue ein Floß und versuche, die Route zu wiederholen, die die gleichen alten Inkas angeblich leicht genommen haben.“

Als klar wurde, dass sich der Wissenschaftler zu einer Reise entschloss und sich mit Hochdruck darauf vorbereitete, versuchten dieselben Skeptiker zusammen mit dem Rest der Wissenschaftswelt und Journalisten, ihn von diesem Unterfangen abzubringen.

„Das wird ein Massenselbstmord!  Kommen Sie zur Besinnung, Sie werden alle ertrinken!“, - sagten sie dem Wissenschaftler.

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 Die Vorbereitung der Expedition wurde dadurch erschwert, dass Heyerdahl zunächst keine Sponsoren finden und ein fünfköpfiges Team rekrutieren konnte. 

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Virales Marketing hat geholfen. Zeitungen begannen über das Vorhaben des Wissenschaftlers zu schreiben - und Sponsoren wurden gefunden.

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 Zusammen mit dem Wissenschaftler gingen 5 weitere Personen auf die Expedition: Navigator und Künstler Eric Hesselberg, Koch Bengt Danielsson, zwei Funker: Knut Haugland und Torstein Roby, sowie der Techniker, Ingenieur und Meteorologe Hermann Watzinger.

Das siebte Mitglied der Expedition war der südafrikanische Papagei Lolita. Leider wurde Lolita jedoch während eines der Stürme weggespült.

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 Neben wissenschaftlichen Beobachtungen und Experimenten übertrug das Team ihr Abenteuer fast live. Fast täglich sendeten Funker Berichte über meteorologische Beobachtungen, Meeresströmungen usw. an die Küste.

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 Außerdem führte einer der Funker ein ausführliches Reisetagebuch.  Jede Kleinigkeit wurde aufgeschrieben.  

Einmal rief der erste Funker verzweifelt aus: „Ich bin bereit zu schwören, dass all diese Korrespondenz zehn Kilogramm wiegt!“  Der zweite Funker korrigierte ihn nur ruhig: „Zwölf. Ich wog sie.“

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 Nun, um nichts zu verpassen und das Maximum aus ihrer Reise herauszuholen, haben die Teammitglieder alles mit einer Filmkamera aufgenommen.

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 Die ganze Welt war zufrieden mit Radiogrammen von Kon-Tiki.  „Sind sie schon ertrunken?“, fragten einige.  „Noch nicht!“, antworteten die anderen glücklich.  Menschen in verschiedenen Ländern haben Geld gesetzt, und gespannt auf das Ergebnis gewartet.

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 Am 7. August 1947 näherte sich das Floß dem Raroia-Atoll, das zum Archipel der Tuamotu-Inseln gehört.  Doch dort wartete niemand auf Reisende, die Insel stellte sich als unbewohnt heraus. 

Das Team verbrachte eine Woche auf diesem Stück Land, bis aus Versehen ein Boot mit Anwohnern dorthin schwamm.

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 Als Reisende auf das Festland in die Zivilisation kamen, wurde es zu einer Weltsensation.  Und - der Beginn des Triumphs.  Heyerdahls Buch Die Kon-Tiki-Expedition wurde in 70 Sprachen übersetzt und über 50 Millionen Mal verkauft. 

Der vom Reisenden geschnittene Dokumentarfilm Kon-Tiki wurde 1952 mit dem Oscar ausgezeichnet.

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 Thor Heyerdahl ist ein echter Weltstar geworden.  Er hatte viele weitere Reisen und 20 Bücher wurden geschrieben.

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