Wir können nur erahnen, wie viele Geheimnisse der Ozean noch birgt. Doch bizarre Meeresbewohner gibt es nicht nur in den entlegensten Teilen des Meeres, sondern auch in tiefen Höhlen, zum Beispiel in China, schreibt Live Science.

Das war auch diesmal der Fall. Die Wissenschaftler entdeckten den bizarren, stumpfen, einhornartigen Fisch bei der Untersuchung von Höhlenfischen der Gattung Sinocyclocheilus, die nur in China vorkommt. Die Gattung umfasst 76 verschiedene Arten, von denen die meisten ähnliche Merkmale wie die neu entdeckte Art aufweisen, wie z. B. das eingeschränkte oder vollständige Fehlen des Sehvermögens sowie das Fehlen von Pigmentierung und Schuppen.

Einhornfische erreichen eine Länge von bis zu 15 cm. Quelle:Xu et al. 2023

Ein ganz besonderer Fisch hat jedoch die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf sich gezogen - diese seltsamen Fische versteckten sich in einem pechschwarzen Becken von der Größe eines Küchentisches. Sie haben weder Schuppen noch Farbe, sie haben winzige rudimentäre Augen, von denen die Wissenschaftler annehmen, dass sie nichts sehen können, und ein ungewöhnlich großes Horn, das aus ihrer Stirn herausragt, was sie den Einhörnern sehr ähnlich macht.

Die Wissenschaftler vermuten, dass einige Mitglieder der Gattung Sinocyclocheilus ihre Augen während der regressiven Evolution, bei der Arten komplexe Merkmale über Generationen hinweg verlieren können, vollständig verloren haben. Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass es mehrere Mitglieder der Gattung gibt, die dunkle Höhlen verlassen haben und in beleuchteten Gewässern leben - sie haben diese merkwürdigen Merkmale nicht.

Die Forscher stellen fest, dass das Becken, in dem sie Einhornfische fanden, nur 1,8 Meter breit und 0,8 Meter tief ist und sich in einer Höhle in der Bergprovinz Guizhou befindet. Hier sammelten die Wissenschaftler Vertreter verschiedener Arten, um sie zur weiteren Untersuchung ins Labor zu schicken - merkwürdigerweise wussten die Forscher zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, dass sie eine bisher unerforschte Art entdeckt hatten. Und erst durch den Vergleich von Einhörnern mit anderen Arten und die Durchführung von DNA-Analysen wurde den Forschern klar, was sie entdeckt hatten.

Sinocyclocheilu-Fische sehen aus wie Einhörner. Quelle: pinterest.сom

So beschrieb das Team eine neue Art von Einhornfischen, die sie Sinocyclocheilus longicornus nannten - ein Name, der sich aus den lateinischen Wörtern für "lang" und "Horn auf der Stirn" ableitet. Diese Exemplare sind bekanntlich zwischen 10,5 und 14,6 cm lang und haben zwei Fühlerpaare, mit denen sie ihren Sinn für die Dunkelheit verbessern. Ihr auffälligstes Merkmal ist jedoch die hornartige Struktur auf ihrer Stirn, die sie Einhörnern unglaublich ähnlich macht.

Die Wissenschaftler stellen fest, dass diese "Hörner" von Art zu Art sehr unterschiedlich sein können, z. B. können sie unterschiedlich groß, gegabelt oder einfach sein. Die Forscher wissen noch nicht genau, welche Funktion die Hörner bei den Einhornfischen haben, aber sie glauben, dass es etwas mit dem Leben in dunklen Gewässern zu tun hat, da Arten, die in helleren Gewässern leben, keine Hörner haben.

Quelle: focus.сom

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