Der World Wildlife Fund hat einen sehr enttäuschenden "Living Planet" Report veröffentlicht. Darin heißt es, dass die Tierwelt auf dem Planeten unaufhaltsam verschwindet, was das Leben auf der Erde generell gefährdet, schreibt der Express.

Die Forscher sind der Meinung, dass der Bericht für 2022 einer der umfassendsten ist, den es je gab. In diesem Jahr haben die Wissenschaftler im Vergleich zum Bericht für 2020 mehr als 800 neue Arten und etwas mehr als 11.000 neue Populationen hinzugefügt.

Gürteltiere werden nur noch sehr selten gesehen. Quelle: Getty Images

Der "Living Planet" Report basiert auf den Daten des Living Planet Index der Zoological Society of London und zeigt einen eher düsteren Ausblick für die Welt. So wird geschätzt, dass die Wildtierpopulationen auf dem gesamten Planeten allein in den letzten 50 Jahren um insgesamt 69 % zurückgegangen sind. In einzelnen Populationen liegt dieser Anteil jedoch bei über 90 Prozent.

Tiere in tropischen Regionen wie der Karibik und Lateinamerika sind besonders anfällig für den Klimawandel und andere Faktoren, sagen Forscher. In diesen Regionen ist die durchschnittliche Wildtierpopulation in den letzten fünfzig Jahren um 94 % zurückgegangen.

Laut Auricelia Arapiun, Leiterin des indigenen Tapajos Arapiun Council im brasilianischen Amazonasgebiet, ist der Verlust an Wildtieren in ihrer Region enorm. Während die Einheimischen früher täglich auf Gürteltiere trafen, sind sie heute nicht mehr zu sehen.

Er wies auch darauf hin, dass aufgrund der Zerstörung des Amazonaswaldes die Einheimischen mit Jaguarangriffen konfrontiert sind - da diese Raubtiere ihren üblichen Lebensraum verloren haben, greifen sie Dörfer an.

Eine weitere enttäuschende Statistik ist, dass die Zahl der australischen Seelöwenbabys seit 1970 um 64 % zurückgegangen ist. Auch die Populationen von Haien und Rochen im Meer sind in den letzten 50 Jahren um 74 Prozent zurückgegangen.

Haipopulation um 74% gesunken. Quelle: Getty Images

Nach Ansicht von WWF-Forschern steht der Planet am Rande einer Katastrophe. Die Klima- und Naturkrisen sind keine entfernten Bedrohungen, die durch neue Technologien gelöst werden können. In der Tat ist die Natur der Erde bereits in die Knie gegangen, und das menschliche Handeln kann zu katastrophalen Folgen führen.

Wissenschaftler stellen fest, dass wir jährlich etwa 10 Millionen Hektar Wald verlieren, eine Fläche vergleichbar mit Portugal. Und das ist leider noch nicht alles. Die Wissenschaftler fassten auch die Verluste in der Tierwelt zusammen und stellten fest, dass der Schaden für die Tierwelt mit den Verlusten in ganz Europa, Amerika, Afrika, Ozeanien und China zusammen verglichen werden kann.

Quelle: focus.сom

Das könnte Sie auch interessieren:

Beliebte Nachrichten jetzt

Eine Katzenmama lag mit ihren neugeborenen Kätzchen am Straßenrand: Autos fuhren vorbei, niemand hielt an

„Die Gesellschaft ist nicht in der Lage, adäquat zu reagieren“: 64-jährige Madonna reagierte auf die Kritik an ihrem Aussehen

Eine Pflegemutter erhielt um Mitternacht einen Anruf: Ein dreijähriges Mädchen, das seine Mutter verloren hatte, brauchte sie

Wie sieht heute der 60-jährige Sohn von Brigitte Bardot aus, den sie aufgegeben hat

Mehr anzeigen

Antikes GPS: Wissenschaftler haben herausgefunden, wie Goldfische sich im Wasser navigieren ausfinden

Fisch des "Jüngsten Gerichts" wurde vor der Küste Mexikos gefangen: Er gilt als Vorbote der Katastrophe