Die Fläche der Ozeane, einschließlich der Meere und Ozeane, macht 71 % der Erdoberfläche aus. Sie ist auch für die Produktion eines Großteils unseres Sauerstoffs verantwortlich und versorgt die Menschheit mit einer großen Menge an Ressourcen in Form von Nahrungsmitteln, Mineralien und Energie. Doch trotz all dieser Eigenschaften sind die Ozeane der Erde in internationalen Umweltkonventionen immer noch stark unterrepräsentiert, schreibt Science Alert.

Unter Berufung auf die oben beschriebenen Faktoren und die "Verdienste" der Ozeane für die Menschheit und den Planeten als Ganzes hat eine Gruppe von Wissenschaftlern eine noch nie dagewesene Erklärung abgegeben: Die Ozeane müssen dringend als Lebewesen anerkannt werden, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen - nämlich unveräußerlichen Rechten. Dies geht aus einem neuen Artikel hervor, der von Wissenschaftlern des Earth Law Center in den Vereinigten Staaten und der University of Waterloo verfasst und in der Zeitschrift PLOS Biology veröffentlicht wurde.

Die Ozeane der Welt. Quelle: pinterest.сom

Den Forschern zufolge muss sich das internationale Recht weiterentwickeln und kann nicht länger den Status quo des Umweltrechts unterstützen, der faktisch eine legalisierte Zerstörung der Natur darstellt.

Wissenschaftler betonen, dass die Sorge um die Gesundheit der Ozeane im Wesentlichen auch eine Sorge um die menschliche Gesundheit ist und daher alle möglichen Schritte unternommen werden müssen, um das unveräußerliche Recht der Ozeane auf Existenz, Gedeihen und Regeneration zu wahren.

Die Forscher sind der Meinung, dass die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, einschließlich der Ozeane, durch separate Institutionen und Gesetze geregelt werden sollte. Ein solcher rechtlicher Rahmen ist nach Ansicht von Wissenschaftlern das Existenzrecht - beim Menschen ist es ein ethnischer Grundsatz, der in verschiedenen Teilen der Welt den Gesetzen zugrunde liegt. Forscher schlagen nun jedoch vor, die Weltmeere, die 71 % der Erdoberfläche bedecken, als eigenständiges "Lebewesen" zu betrachten.

Dies sollte der erste Schritt zur Schaffung einer separaten Institution und einer Reihe von Gesetzen sein, die sich im Wesentlichen nur auf die Bedürfnisse des Ozeans selbst konzentrieren und beziehen.

Die Unterwasserwelt der Ozeane der Welt. Quelle: pinterest.сom

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die derzeitigen Programme zum Schutz der Weltmeere anscheinend überhaupt nicht funktionieren. Infolgedessen verändern sich die Ozeane auf eine Art und Weise, die künftigen Generationen und Meeresbewohnern wahrscheinlich nicht zugute kommen wird - bis zum Ende des Jahrhunderts sagen Wissenschaftler katastrophale Verluste an Meeresressourcen und Arten voraus. Deshalb fordern sie, dass der Ozean als Lebewesen anerkannt wird und die gleichen Rechte erhält, die für jeden von uns selbstverständlich sind.

Quelle: focus.сom

Das könnte Sie auch interessieren:

Keine Zeit zum Leben: Weltweit gibt es nur noch 50 Wale im Golf von Mexiko, die erst letztes Jahr entdeckt wurden

Neuer Weltrekord: man fand den schwersten Fisch der Welt, der drei Tonnen wiegt

Beliebte Nachrichten jetzt

„Musikalische Vergangenheit“: Elvis Presleys Privatjet, der in der Wüste zurückgelassen war, wird versteigert

„Triumphische Rückkehr“: Will Smith und seine Familie betraten zum ersten Mal seit den Oscars wieder den roten Teppich

Helfer für die Heizperiode: Welche Zimmerpflanzen das Haus von Schimmel und Feuchtigkeit befreien

Ein dreijähriges Mädchen kümmerte sich tagelang um den kleinen Bruder, nachdem ihre Eltern die Welt verlassen haben

Mehr anzeigen