Im Sternbild Pegasus, Hunderte von Millionen Jahren entfernt, befindet sich eine kompakte Gruppe von fünf Galaxien, das sogenannte Stefan-Quintett. Aber nur vier dieser Galaxien stehen tatsächlich miteinander in Wechselwirkung; die fünfte ist viel näher an der Erde. Um diese Galaxiengruppe herum haben Wissenschaftler die größte Gaswolke im Weltraum entdeckt, die 20 Mal so groß ist wie die Milchstraße, schreibt Space.

Wie alle Galaxien entstand auch diese Gruppe aus atomarem Gas, das sich zusammenzog und zu Sternen führte, die diese Galaxien füllen und deren Licht von Astronomen gesehen werden kann. Jede dieser Galaxien enthält Millionen von Sternhaufen.

Eine neue Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams, das das größte Radioteleskop der Welt, FAST, benutzt, hat ergeben, dass das Stephen Quintet von einer riesigen Gaswolke umgeben ist. Man schätzt seine Ausdehnung auf beeindruckende 20 Millionen Lichtjahre, was dem 20-fachen Durchmesser unserer Galaxie entspricht.

Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich bei der Gaswolke um die größte Ansammlung von atomarem Gas, die Astronomen jemals um eine Gruppe von Galaxien herum entdeckt haben. Die Existenz einer solchen Struktur ist an sich schon ein Rätsel, und die Wissenschaftler müssen nun das Verhalten des Gases an den Rändern solcher Galaxiengruppen neu überdenken.

Um diese Galaxiengruppe haben Wissenschaftler die größte Gaswolke im Weltraum entdeckt. Quelle:NASA

Es ist bekannt, dass sich Wasserstoffatome innerhalb von Galaxien viel leichter bewegen als andere Bestandteile von Gaswolken, da sie durch die Wechselwirkungen zwischen Galaxien leicht zerstreut werden können. Dieser verstreute Wasserstoff in Stephans Quintett könnte den Wissenschaftlern helfen zu verstehen, wie sich die Galaxien entwickelt haben, und einen Einblick in die Vorgänge in dieser Region des Weltraums vor Milliarden von Jahren geben.

Die Wissenschaftler hatten erwartet, dass ultraviolettes Licht die Natur des Wasserstoffs in einer Gaswolke verändert, da es die Gasatome in einer solchen Wolke ionisiert. Aber das in Stephans Quintett beobachtete Gas ist nicht ionisiert, was ebenfalls ein Rätsel ist. Wissenschaftler spekulieren, dass dieses Gas aus der Zeit stammt, als sich die Galaxien zu bilden begannen.

Den Wissenschaftlern zufolge existieren verstreute Wolken aus atomarem Wasserstoff noch immer in der Nähe von Sternen, was darauf hindeuten könnte, dass sie Nebenprodukte der Wechselwirkungen sind, aus denen die Galaxie entstanden ist. Es ist also möglich, dass die riesige Gaswolke, die um das Stephansquintett entdeckt wurde, von der Kollision zweier Galaxien in sehr ferner Vergangenheit stammt.

Jetzt wollen die Wissenschaftler verstehen, wie dieses Gas nicht ionisiert wurde, denn die Antwort auf diese Frage könnte das Verständnis der Astronomen darüber verändern, wie Galaxien entstehen und sich entwickeln.

Quelle: focus.сom

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