Chinesische Wissenschaftler haben mit bodengestützten Radioteleskopen eine ungewöhnliche blasenförmige Struktur in einer dichten Gas- und Staubwolke entdeckt. Er befindet sich 450 Lichtjahre entfernt und ist ein Zeichen für die Entstehung zweier junger Sterne, schreibt ScienceAlert.

Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben mit bodengestützten Radioteleskopen eine bisher unbekannte Weltraumblase entdeckt, die sich im Barnard-Nebel 18 befindet. Diese Blase befindet sich in der Taurus-Molekülwolke, der Region mit junger Sternentstehung, die uns am nächsten ist.

Die Wissenschaftler glauben, dass sich die bisher unsichtbare Blase wahrscheinlich aus dem umgebenden Gas gebildet hat, als zwei neue Sterne entstanden und darin wuchsen. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte konnten Wissenschaftler eine solche Blase nachweisen, die mit dem Ausstoß von Materie während des Sternwachstums verbunden ist. Die neu entdeckte Struktur könnte den Wissenschaftlern helfen, mehr darüber zu erfahren, wie Sterne während ihres Wachstums ihre Umgebung beeinflussen.

Astronomen haben in 450 Lichtjahren Entfernung eine ungewöhnliche

Wie entstehen die Sterne?

Die Entstehung von Sternen ist ein komplizierter, zeitaufwändiger Prozess. Sie beginnt als dichte, kalte Wolke aus Gas und Staub, die auch Wasserstoff enthält. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird diese Wolke komprimiert

durch seine eigene Schwerkraft und zieht mehr und mehr von der umgebenden Materie an. Sobald dieses Objekt genügend Masse gewonnen hat, wird in seinem Kern Wasserstoff produziert und ein Protostern entsteht.

Dieser noch sehr junge Stern zieht weiterhin Materie aus der Umgebung an, um seine Masse und Größe zu vergrößern. Ein Teil der Materie fliegt jedoch als astrophysikalische Strahlen zurück ins All. Außerdem bilden Protosterne stellare Winde, die in der Molekülwolke, aus der sie hervorgehen, riesige Hohlräume erzeugen. Die Wissenschaftler glauben, dass all diese Ausbrüche von Materie in den Weltraum eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des jungen Sterns sowie bei der Entwicklung des interstellaren Mediums spielen.

So sieht die kürzlich entdeckte mokulare Blase auf dem Bild des Radioteleskops aus. Quelle:ScienceAlert

Dunkelnebel

Da Molekülwolken so dicht sind, ist es schwierig zu sehen, wie sich ein Stern bildet. Der Barnard-Nebel 18, in dem sich neue Sterne bilden, ist sehr dunkel, da er weder Licht aussendet noch reflektiert. Bei optischen Beobachtungen sieht er wie ein dunkler Fleck aus, fast wie eine Leere im Raum. Um zu sehen, was dort vor sich geht, haben chinesische Wissenschaftler bodengestützte Radioteleskope eingesetzt. Bei ihren Beobachtungen entdeckten sie das Vorhandensein einer bisher unbekannten Blase im Inneren des Nebels.

Zunächst wussten die Wissenschaftler nicht, was die Ursache für sein Auftreten war. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie höchstwahrscheinlich durch die Aktivität eines jungen Sterns entstanden ist, obwohl im Inneren der Blase keine Sterne zu sehen waren.

Später entdeckten die Wissenschaftler ein Paar junger Sterne des Taurus-Typs, die sich wahrscheinlich aus der Blase heraus ein wenig weiter ins All bewegt haben. Diese Sterne, die etwa 1 Million Jahre alt sind, setzen ihren Entstehungsprozess noch immer fort, aber vor etwa 70.000 Jahren führte der Ausstoß von Materie aus ihnen zum Auftreten einer seltsamen Struktur im Barnard-Nebel 18, glauben die Wissenschaftler.

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Die Wissenschaftler sagen, die neue Entdeckung zeige die Fähigkeit von Sternen des Taurus-Typs, einen starken Einfluss auf ihre Umgebung auszuüben. 

Quelle: focus.сom

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