Ein Bauer aus dem kleinen belgischen Dorf Erquelinnes sorgte kürzlich für Aufsehen: Er änderte die Landesgrenze. Von einem Anspruch auf das Hoheitsgebiet der Belgier kann natürlich keine Rede sein: Die Grenze wurde ganz zufällig geändert.

Die Grenze zwischen Frankreich und Belgien erstreckt sich über mehr als 600 Kilometer. Es wurde bereits 1819, wenige Jahre nach Napoleons Niederlage in Waterloo, bestimmt. Dann, im 19. Jahrhundert, wurde die Grenze zwischen den Ländern mit riesigen Steinen markiert.

Zweihundert Jahre später tauchte auf diesem Gebiet Ackerland auf, und die örtlichen Bauern sind mit diesen Steinen keineswegs immer zufrieden. Einer von ihnen bewegte nur den Felsbrocken: Wahrscheinlich hinderte er ihn daran, das Land zu bearbeiten.

Das Dorf Erquelinnes. Quelle: travelask

Vielleicht hätte niemand etwas über den Grenzwechsel erfahren, aber ein Amateurhistoriker ging an diesen Orten spazieren. Er bemerkte, dass der Stein von seinem ursprünglichen Platz entfernt wurde und das belgische Territorium um fast 2,3 Meter zunahm.

Glücklicherweise löste dieser Vorfall keinen Konflikt aus, und die örtlichen Behörden lachten nur über den Vorfall. Der Bürgermeister von Erquelinnes scherzte, dass er natürlich froh sei, dass die Stadt größer geworden sei, aber die Behörden der benachbarten französischen Gemeinde würden einer solchen Ausrichtung kaum zustimmen.

Der Stein an den Grenzen Frankreichs und Belgiens. Quelle: travelask

Bisher wurde der Landwirt lediglich aufgefordert, den Stein an seinen Platz zu bringen, und wenn er dies nicht tut, besteht die Gefahr ernsthafter Probleme. Erstens wird ihm eine Geldstrafe auferlegt, und zweitens muss er sich an das Außenministerium wenden und eine Kommission an den Grenzen Frankreichs und Belgiens einberufen, die seit fast hundert Jahren inaktiv ist, und drittens, wenn er sich weigert, das zu machen, kann er strafrechtlich verfolgt werden.

Der Stein an den Grenzen Frankreichs und Belgiens. Quelle: travelask

Die lokalen Behörden sind sich jedoch auch einig, dass Grenzen in Form von Steinen und Felsbrocken den Landwirten und auch den Nachbarländern häufig Kopfschmerzen bereiten.

Quelle: travelask

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