Am Ufer des Ärmelkanals liegt das kleine Dorf Equihen Plage, in dem etwa dreitausend Menschen leben. Dies ist das gewöhnlichste Fischerdorf, von dem es Dutzende in Europa gibt, aber seine Landschaft ist sehr erkennbar: Tatsache ist, dass am Ufer Häuser aus herumgedrehten Booten stehen.

Equihen Plage ist vielleicht nicht das schönste Dorf Frankreichs, aber es ist bei Touristen beliebt, sowohl bei Franzosen als auch bei Ausländern.

Man lebt in Booten. Quelle: travelask.com

Diese Häuser wurden speziell für Reisende geschaffen, aber einst waren solche Unterkünfte wirklich an der Küste zu sehen. In Fischerdörfern war es üblich, in alte Boote einzuziehen und sie in ein Zuhause umzuwandeln.

Wie man früher in Booten lebte. Quelle: travelask.com

Was brachte die Menschen dazu, sich in Bootshäusern niederzulassen? Es gab immer viele Boote am Ufer, die alten wurden oft in Wohnungen umgewandelt. Sie wurden einfach umgedreht und der Boden mit Harz bestrichen, damit sie undurchdringlich wurden und vor Regen schützten. Sie schnitten auch die Türen und Fenster in den Booten heraus, aber drinnen war es immer noch sehr dunkel und stickig. Tatsächlich gab es nur einen großen Raum.

Man lebt in Booten. Quelle: travelask.com

In Equihen Plage standen solche Häuser bis in die 1940er Jahre und waren eine sehr beliebte Wohnmöglichkeit. Während der Ereignisse an der Küste des Ärmelkanals stürzten jedoch alle Häuser ein und verfielen.

Wie man früher in Booten lebte. Quelle: travelask.com

In den 1990er Jahren beschlossen einige Enthusiasten, die ungewöhnlichen Tradition der Bootshäuser zurückzukehren. Zuerst tauchten an der Küste zwei Häuser aus umgestürzten Booten auf, später gab es noch viele mehr.

Jetzt werden sie an Reisende vermietet und sie sind sehr gefragt. Natürlich gibt es jetzt keine grob geschnitzten Tür- und Fensteröffnungen, die Häuser im Inneren sind mit allen modernen Annehmlichkeiten ausgestattet.

Quelle: travelask.com

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