In Deutschland wird derzeit intensiv über das geplante Gebäudeenergiegesetz (GEG) diskutiert. Obwohl es noch nicht beschlossen ist, machen sich viele Eigentümer bereits Gedanken über ihre zukünftige Heizung. Insbesondere gibt es Fragen zur Nutzung von Holz als Heizquelle. Sind Kaminöfen gemäß dem GEG erlaubt? Können sie zusammen mit einer Gasheizung betrieben werden? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

In Deutschland wird derzeit intensiv über das geplante Gebäudeenergiegesetz diskutiert.<!--EndFragment--> Quelle: hna.de

Die Zusammenfassung lautet: In Neubauten wird die Verwendung von Holzheizungen nicht erlaubt sein, während sie in Bestandsgebäuden weiterhin erlaubt sein werden. Im Neubau wird diese Option nicht zur Verfügung stehen, unter anderem aufgrund begrenzter Holzressourcen in großen Mengen.

In bestehenden Gebäuden muss, wie bei allen Heizsystemen ab 2024, ein Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien erreicht werden. Das bedeutet, dass Personen, die einen Pelletofen in Kombination mit einer Gasheizung nutzen möchten, sicherstellen müssen, dass die Pelletheizung 65 Prozent der Wärme bereitstellt.

Thomas Hermes, ein Heizungsexperte der WirtschaftsWoche, hält es jedoch für fragwürdig, diese Option zu wählen. Wenn man bereits eine funktionierende Gasheizung hat, besteht keine Notwendigkeit, sie zu ersetzen. Es wäre also nicht erforderlich, bereits jetzt aktiv zu werden und einen Holzkamin zu installieren.

Erst wenn die alte Heizung komplett ausfällt, muss über ein neues System nachgedacht werden. In diesem Fall wäre eine Kombination aus Gas und Holz sehr unwirtschaftlich, da beide Energiequellen teuer sind und voraussichtlich teuer bleiben werden. Diese Option würde zu unnötig hohen Heizkosten führen.

Holzheizung. Quelle: hna.de

Hermes fügt jedoch hinzu, dass eine Pelletheizung in energetisch schlecht sanierten Einfamilienhäusern dennoch die beste Wahl sein kann. In Häusern, die vor 1978 erbaut wurden und seitdem kaum modernisiert wurden, muss eine Heizung installiert werden, die mit einer hohen Vorlauftemperatur betrieben werden kann. Wärmepumpen, die in den meisten Fällen die bessere Option wären, erfordern eine besonders niedrige Vorlauftemperatur, um effizient zu arbeiten.

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Die Nutzung von Holzheizungen kann auch sinnvoll sein, wenn Gebäude unter Denkmalschutz stehen und daher eine umfassende Modernisierung nur schwer umsetzbar ist.

Quelle: hna.de

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